Informationen zum Stauffenburg Verlag


Die größte Macht hat das richtige Wort 
zur richtigen Zeit.

Mark Twain (1835-1910
amerikanischer Schriftsteller

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Bücherfreunde,

in diesem Jahr ist das Verlagsprogramm so breit gefächert, dass wir uns entschlossen haben, einen Prospekt zur Sprachwissenschaft und einen zur Literaturwissenschaft vorzulegen, um so Ihren Interessen besser entgegenzukommen.

In der Sprachwissenschaft liegt der Schwerpunkt auf unseren bewährten Einführungen zu Pragmatik- und Syntaxtheorien und zum Syntax/Prosodie-Interface. In der Deutschdidaktik hat der von Petra Anders und Petra Wieler herausgegebene Band „Literalität und Partizipation. Reden, Schreiben, Gestalten in und zu Medien“ die medialen Praktiken im Kindes- und Jugendalter im Fokus.

Das Thema „Mehrsprachigkeit“ hat nicht nur im öffentlichen Diskurs einen wichtigen Stellenwert, sondern ist auch Ausgangspunkt bei einer Vielzahl von Publikationen. Hervorzuheben wäre hier der von Monika Dannerer und Peter Mauser herausgegebene Band „Formen der Mehrsprachigkeit. Sprachen und Varietäten in sekundären und tertiären Bildungskontexten“, der dazu beitragen soll, den Umgang mit Mehrsprachigkeit an Schulen und Universitäten den aktuellen gesellschaftlichen Anforderungen anzupassen. Auch der von Grit Mehlhorn und Bernhard Brehmer herausgegebene Band „Potenziale von Herkunftssprachen. Sprachliche und außersprachliche Einflussfaktoren“ zielt in eine ähnliche Richtung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Potenziale von mehrsprachigen Kindern und Jugendlichen adäquat erfasst, gefördert und in den familiären und schulischen Alltag eingebracht werden können.

Untersuchungen zum Erwerb von mündlichen und schriftlichen Erzähl- und Erklärfähigkeiten von Grundschulkindern, Fragen zum gesprochenen Standarddeutschen und zu sprachlichen Normen runden das Programm ab.

Diese Publikationen und auch die anderen Neuerscheinungen in unserem sprachwissenschaftlichen Prospekt belegen, dass die Sprachwissenschaft nicht l’art pour l’art betreibt, sondern sich an den gesellschaftlichen Erfordernissen unserer Zeit orientiert und Lösungsansätze aufzuzeigen sucht.

In der Literaturwissenschaft liegt ein Schwerpunkt auf der Dimension Raum, der im (post)modernen Denken eine wesentliche Rolle spielt. Die neue Reihe LiteraturKulturRäume, herausgegeben von Marina Ortrud M. Hertrampf und Beatrice Nickel, gibt dieser Entwicklung im doppelten Wortsinne Raum.

Die ebenfalls neue Reihe Stauffenburg Mediävistik hat mit dem Tagungsband von Manshu Ide und Albrecht Classen als Herausgebern ein äußerst interessantes und bisher wenig erforschtes Gebiet zum Thema: in „Japanisch-deutsche Gespräche über Fremdheit im Mittelalter. Interkulturelle und interdisziplinäre Forschungen in Ost und West“ wird gezeigt, wie gerade die Mediävistik prädestiniert zu sein scheint, die Konfrontation des Eigenen mit dem Fremden modellartig aufzuzeigen und auf dem Wege des wissenschaftlichen Gesprächs neue Brücken zwischen den zwei Welten aufzubauen.

Das Jahrbuch Gegenwartsliteratur. Ein germanistisches Jahrbuch findet immer mehr begeisterte Leser. Dieses Jahr steht das Werk Emine Sevgi Özdamars im Zentrum. Dem schließt sich thematisch die Paul Michael Lützeler gewidmete Festschrift Deutsche Literatur und europäische Zeitgeschichte insofern an, da auch hier der kulturelle Europadiskurs, die Begegnung des Eigenen mit dem Fremden im Fokus steht. 

Einen Blick zurück gewährt Heft 65 der Zeitschrift Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart mit Beiträgen zu „1968 und die Folgen“.

Das Spektrum dieser Neuerscheinungen zeigt, dass die Geisteswissenschaften längst ihren Elfenbeinturm verlassen haben, um sich an gesellschaftspolitischen Fragestellungen unserer Zeit zu orientieren und Lösungsansätze aufzuzeigen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen anregenden und erkenntnisreichen Herbst,  

Ihre

Brigitte Narr
Verlegerin



Fotos von der Frankfurter Buchmesse 
Buchmesse 2018

Buchmesse 2018_1

Buchmesse 2018_2

Buchmesse 2018_3


Empfang mit unserem Autor Homi K. Bhabha, 11.10.2002


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Letzte Änderung: 23. Oktober 2018