Irmtraud Behr / Hervé Quintin
Verblose Sätze im Deutschen
Zur syntaktischen und semantischen Einbindung verbloser Konstruktionen in Textstrukturen
Mit einem Vorwort von Paul Valentin: Verblos - aber nicht sprachlos

Band 4, 1996, XII, 264 Seiten
EUR 40,30
ISBN 978-3-86057-364-8
Reihe: Eurogermanistik


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"Ein Verb, das ist so, wie wenn man in einem dunklen Raum das Licht anknipst. Mit einem Schlag ist eine Szene da." (H. J. Heringer).
Was passiert aber, wenn Sätze (womit eigentlich Äußerungseinheiten gemeint sind) keine Verbform aufweisen? Woher kommt dann der Lichtstrahl, der den Weg aus der Finsternis weist?
Dieser Frage und manchen anderen gehen die Autoren nach, indem sie die verblosen Sätze des Deutschen in ihrer ganzen Vielfalt und Vielseitigkeit zu erfassen und systematisch zu beschreiben versuchen. Formalstrukturelle Regularitäten werden in Zusammenhang mit diversen Interpretationsstrategien gebracht, bei denen Informationen aus dem näheren und weiteren Umfeld, aber auch andersartige pragmatische Faktoren wie Routinen und Signalfunktionen mit einbezogen werden. Den Kern der Untersuchung stellt eine Typologie dar, die sich nicht auf das Aufzählen von oberflächen-strukturellen Mustern beschränkt, sondern, von verschiedenen Formen der Kontexteinbindung und -determination ausgehend, die formale Vielfalt der verblosen Sätze auf einige wenige Konstellationen zurückführt. So werden die Voraussetzungen für die Untersuchung von Einzelphänomenen (Negation, Artikelgebrauch, Modalisierung usw.) geschaffen sowie für die Analyse bestimmter textueller Funktionen, die weit über das hinausgehen, was üblicherweise von Funktionalstilen gesagt wird.


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Letzte Änderung: 26.11.2016 10:12:00

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