Jan Claas Freienstein / Jörg Hagemann / Sven Staffeldt (Hrsg.)
Äußern und Bedeuten
Festschrift für Eckard Rolf

2011, VI, 323 Seiten
EUR 64,00
ISBN 978-3-86057-513-0
Reihe: Stauffenburg Festschriften


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Mit den Beiträgen dieser Festschrift sind Abhandlungen versammelt, die – aus sieben ganz verschiedenen wissenschaftlichen Ecken kommend – unterschiedliche Probleme auf ihre je spezifische Weise angehen. Im ersten Teil stehen sprachphilosophische Begriffe und Gegenstände auf dem Prüfstand, die für die linguistische Pragmatik von großer Relevanz sind: Andres Hetzel setzt sich mit dem Begriff der ‚Intentionalität‘ auseinander, Nikola Kompa beschäftigt sich mit der anthropologischen Funktion der Sprache und Klaus Robering nimmt Propositionen unter die Lupe. In den sich anschließenden drei Beiträgen zur rezipientenorientierten Analyse von Textfunktionen (Jan Claas Freienstein), zur Nutzung der Kookkurenzdatenbank CCDB (Hans Jürgen Heringer) und zur angewandten Textlinguistik (Wolfgang Niehüser) werden text- und diskurslinguistische Themen verhandelt. Die größte Abteilung bilden die Beiträge zur Sprechakttheorie, Diskursanalyse und Kommunikationstheorie: Götz Hindelang untersucht Dialoge in Kafkas Prosastück „Kinder auf der Landstraße“, Franz Hundsnurscher analysiert Gebrauchsweisen von ich weiß, Manfred Kohrt widmet sich der interjektionalen Einheit oops bzw. ups/upps, Dorothee Meer beleuchtet die Gender-Konstruktion in Werbeanzeigen für Autos, Georg Meggle behandelt terroristische Akte als Kommunikationsakte, Klaus Petrus begibt sich auf die Suche nach Spuren des Verhältnisses von Illokution und Konvention bei Austin und Sven Staffeldt beantwortet die Frage nach der sprechakttheoretischen Einschätzung von Ich liebe dich. Auch die nächsten beiden Bereiche sind pragmatischer Natur. Während sich die Beiträge zum uneigentlichen Sprechen mit Konstruktionen (Elke Diedrichsen) und zu konventionalen Implikaturen (Jörg Hagemann) mit Fragestellungen aus dem Bereich der Implikaturtheorie auseinandersetzen, bedienen die Beiträge zur axiomatischen Fundierung einer praxisorientierten Grammatiktheorie (Susanne Günthner) und zum inszenierten Infragestellen (Wolfgang Imo) die interaktionale Linguistik. Historischen Themen wenden sich Volker Honemann mit der Edition des Abstractum-Glossars, Dagmar Hüpper und Christian Fischer mit der Untersuchung bestimmter Sprechaktverben im Sachsenspiegel und Friedel Helga Roolfs mit der Beobachtung des Gebrauchs von Stadtadjektiven mit {-aner} zu. Wolfgang Bender schließlich interessiert sich in seinem literaturwissenschaftlichen Beitrag für Gesten und Gebärden in den dramatischen Werken von Grillparzer.


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Letzte Änderung: 26.11.2016 10:12:00

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